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02-25-2009, 05:20 PM
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Die schönsten (Kurz-) Geschichten
Acht Kühe für Johnny Lingos Frau
Als ich nach Kiniwata segelte, nahm ich einen Notizblock mit, und als ich
zurückkam, war er vollgeschrieben mit Aufzeichnungen über Fauna und
Flora, über die Bekleidungen der Eingeborenen und über ihre Sitten und
Gebräuche. Aber die einzige Aufzeichnung, die mich noch immer interessiert,
ist die, die besagt: "Johnny Lingo gab Saritas Vater acht Kühe". Und ich
muss diese Notiz nicht einmal geschrieben vor mir sehen; ich denke immer
an sie, wenn ich einen Mann sehe, der von seiner Frau herabgewürdigt wird,
oder eine Frau, eingeschüchtert durch die Verachtung ihres Mannes. Dann
drängt es mich, ihnen zu sagen: "Ihr solltet wissen, warum Johnny Lingo
acht Kühe für seine Frau bezahlte."
Johnny Lingo war nicht sein wirklicher Name. Es war Shenkin, der Besitzer
des Hotels auf Kiniwata, der ihn so nannte. Shenkin kam aus Chikago und
amerikanisierte aus irgendwelchen Gründen die Namen der Inselbewohner.
Johnny jedoch wurde von vielen Leuten immer wieder in allen möglichen
Zusammenhängen erwähnt. Wenn ich ein paar Tage auf der Nachbarinsel
Nurabandi verbringen wollte, so könnte Johnny mich unterbringen. Wenn
ich fischen wollte, so könnte Johnny mir zeigen, wo die besten Stellen im
Meer seien. Wenn ich Perlen suchte, so würde er mir sicherlich die besten
und preiswertesten beschaffen. Die Leute von Kiniwata sprachen alle mit
Hochachtung von Johnny Lingo. Jedoch, sie lächelten, wenn sie über ihn
sprachen und dieses Lächeln war immer ein wenig spöttisch.
"Du musst nur Johnny Lingo fragen, wenn du etwas brauchst, und laß ihn für
dich den Handel machen," riet mir Shenkin, "Johnny weiß zu verhandeln".
"Johnny Lingo!" Ein Junge, der daneben saß, rief den Namen aus und
schüttelte sich dabei vor Lachen. "Was geht da vor sich?" fragte ich. "Ihr
alle ratet mir, mich unbedingt an Johnny Lingo zu wenden, und dann fangt
ihr an zu lachen. Kann mich jemand in diesen Spaß einweihen?"
"Oh, die Leute lachen eben gern," sagte Shenkin schulterzuckend. "Johnny
ist der gescheiteste und der stärkste junge Mann auf diesen Inseln, und der
reichste in seinem Alter."
"Aber, wenn er all das ist, was gibt es denn da zu lachen?"
"Nur eines. Es war vor fünf Monaten, an unserem Herbstfest, als Johnny
Lingo nach Kiniwata kam, um sich eine Frau zu nehmen. Er bezahlte ihrem
Vater acht Kühe."
Ich wusste genug über die Gebräuche auf den Inseln, um beeindruckt zu
sein. Für zwei oder drei Kühe bekam man eine ziemlich gute Frau und für
vier oder fünf eine sehr beachtliche.
"Mein Gott!", sagte ich. "Acht Kühe! Sie muss eine atemberaubende Schönheit
sein."
"Sie ist nicht hässlich," räumte er ein und lächelte ein wenig, "Aber selbst der
wohlwollendste könnte Sarita allenfalls als durchschnittlich bezeichnen. Sam
Karoo, ihr Vater, musste schon befürchten, daß sie immer bei ihm bleiben
würde."
"Acht Kühe für sie, ist das nicht ziemlich außergewöhnlich?"
"Das ist noch nie von irgendjemandem bezahlt worden."
"Und du sagst, Johnnys Frau ist nicht mehr als durchschnittlich?"
"Ich sagte, es wäre wohlwollend, sie durchschnittlich zu nennen. Sie war dünn.
Sie ging mit hängenden Schultern und hängendem Kopf. Sie fürchtete sich vor
ihrem eigenem Schatten." "Nun," sagte ich, "die Liebe hat wohl keinen festen
Preis."
"Richtig," sagte der Mann zustimmend. "Und genau deshalb grinsen die Leute
aus dem Dorf, wenn sie über Johnny Lingo reden. Es gibt ihnen so etwas wie
eine ganz bestimmte Befriedigung, zu denken, daß der gescheiteste Händler
der Inseln von dem alten einfältigen Sam Karoo übertölpelt wurde."
"Aber wie konnte das geschehen?"
"Niemand weiß es, und alle fragen sich. All seine Vettern rieten Sam, zuerst
drei Kühe zu verlangen, dann eine Weile bei zweien zu verharren und sich
schließlich mit einer Kuh zufrieden zu geben. Dann kam Johnny zu Sam Karoo
und sagte: ,Vater der Sarita, ich biete dir acht Kühe für deine Tochter."
"Acht Kühe," murmelte ich. "Diesen Johnny Lingo möchte ich kennenlernen."
Ich brauchte Fisch und ich wollte Perlen kaufen, also landete ich am nächsten
Nachmittag mit meinem Boot auf Nurabandi. Und als ich nach dem Weg zu
Johnnys Haus fragte, bemerkte ich, daß sein Name kein heimliches Lächeln
auf die Lippen der Einwohner von Nurabandi brachte. Und als ich dann den
schlanken, ernsten jungen Mann sah. als er mich mit großer Höflichkeit
begrüßte und in seinem Haus willkommen hieß, war ich erleichtert, daß
seine eigenen Leute ihm mit ungeteiltem Respekt begegneten. Wir saßen in
seinem Haus und sprachen. Dann fragte er. "Sie kommen von Kiniwata?"
"Ja."
"Spricht man über mich auf jener Insel?"
"Man sagt, daß es nichts gibt, was Sie nicht besorgen könnten."
Er lächelte sanft. "Meine Frau kommt von Kiniwata." "Ja, ich weiß."
"Spricht man über sie?"
"Ein wenig."
"Was sagt man?"
"Nun, nur ..." Die Frage brachte mich etwas aus dem Gleichgewicht. "man
hat mir gesagt, daß Sie am letzten Herbstfest geheiratet haben."
"Sonst nichts?" Sein Gesicht zeigte mir, daß er wusste, daß da noch mehr
sein musste.
"Man sagt, daß der Brautpreis acht Kühe betragen hat." Ich hielt inne.
"Und man fragt sich, warum."
"Das fragt man sich?" Seine Augen leuchteten vor Freude.
"Alle in Kiniwata wissen von den acht Kühen?"
Ich nickte.
"Und alle in Nurabandi wissen es auch." Seine Brust weitete sich vor
Genugtuung. "Für alle Zeiten, wenn man über Brautpreise spricht, wird
man sich erinnern, daß Johnny Lingo acht Kühe für Sarita bezahlt hat."
Das ist also die Antwort, dachte ich: schlichte Eitelkeit.
Und dann sah ich sie. Ich sah, wie sie ins Zimmer trat und Blumen auf den
Tisch stellte. Sie blieb einen Moment lang stehen und lächelte dem jungen
Mann neben mir zu. Dann ging sie schnell wieder hinaus. Sie war die
schönste Frau, die ich je gesehen hatte. Die Bewegungen ihrer Schultern,
die Haltung ihres Kopfes, das Leuchten in ihren Augen, alles verriet Stolz,
den man ihr nicht versagen konnte.
Ich wandte mich wieder zu Johnny Lingo und bemerkte, daß er mich
beobachtet hatte.
"Sie bewundern sie?" murmelte er.
"Sie ... sie ist wunderbar. Aber sie ist nicht Sarita aus Kiniwata," sagte ich.
"Es gibt nur eine Sarita. Vielleicht sieht sie nicht mehr aus wie in Kiniwata."
"Nein. Ich hörte, sie sei unscheinbar. Alle machen sich darüber lustig, daß
Sie sich von Sam Karoo übervorteilen ließen."
"Denken Sie, acht Kühe waren zu viel?" Ein Lächeln war auf seinen Lippen.
"Nein, aber wie ist es möglich, daß sie so verändert ist?"
"Haben Sie je darüber nachgedacht," fragte er, "was es für eine Frau
bedeutet, zu wissen, daß ihr Mann den tiefsten Preis für sie ausgehandelt
hat? Und dann später, wenn die Frauen gegenseitig darüber reden und
prahlen, wieviel ihr Mann bezahlt hat. Die eine sagt vier Kühe, die andere
vielleicht sechs. Wie fühlt sich dann die Frau, die für eine oder zwei gekauft
wurde? Dies kann meiner Sarita nicht passieren."
"Dann haben Sie es getan, um Ihre Frau glücklich zu machen?"
"Ich wollte, daß Sarita glücklich ist. Aber ich wollte mehr. Sie sagten, sie
sei verändert. Das ist richtig. Vieles kann sich in einer Frau ändern. Dinge,
die in ihrem inneren vor sich gehen und solche, die äußerlich geschehen.
Aber was wirklich zählt, ist, was sie über sich selbst denkt. In Kiniwata hat
Sarita gedacht, sie habe überhaupt keinen Wert. Hier weiß sie, daß sie mehr
wert ist als jede andere Frau auf den Inseln."
„Also wollten Sie….“ „Ich wollte nur Sarita heiraten. Ich liebte sie und keine
andere Frau.“ „Aber…“ Ich begann allmählich zu verstehen.
„Aber,“ ergänzte er leise, „Ich wollte eine Acht-Kühe-Frau !“
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02-28-2009, 10:12 PM
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Am Ende eines unproduktiven Tages
Am Ende eines besonders unproduktiven Tages ärgerte ich mich über meine
Unfähigkeit, mit zwei Kleinkindern vor den Füßen irgendetwas zu erledigen.
Da rief ich meine ältere Schwester Treisa an, um mir Rat zu holen. Sie hat
drei lebhafte Jungs und bleibt doch immer fröhlich und gelassen. Treisa war
sehr mitfühlend und sagte, dass meine Kämpfe sie daran erinnerten, was sie
erlebt hatte, kurz nachdem sie aus ihrem kleinen transportablen Haus
ausgezogen waren.
Treisa hatte erwartet, dass ihre Kinder nach dem Umzug in ein größeres Haus
ihre Spielzeugburgen nicht mehr direkt vor der Spüle aufbauen würden und
auch die Wäschestapel, die sie gerade faltete, nicht mehr als Ausgangspunkt
für ihr Versteckspiel brauchen würden.
Doch aus irgendeinem Grund trat diese Veränderung nie ein. Ihre Kinder
schienen immer in einer Art Warteschleife um Ihre Beine zu schwirren. Doch
dann, erzählte sie mir, las sie eines Tages im Markus Evangelium 10:13,14
und 16, eine Schriftstelle, die ihr half, ihren Ärger zu überwinden.
Nach unserem Gespräch las ich: „Da brachte man Kinder zu ihm, damit er
ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als
Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir
kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich
Gottes. …Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände
auf und segnete sie.“
Mir fiel auf, dass Christus kurz vor dieser Begebenheit mit den Kindern von den
Pharisäern herausgefordert worden war. Er hätte müde und gereizt sein können,
aber er hieß die Kinder willkommen, nahm sie in die Arme und segnete sie.
Ich dachte über diese selbstlose, liebevolle Tat nach und überlegte, was sie für
mich als Mutter bedeutete. Mir wurde bewusst, dass ich meine Kinder zu oft zur
Seite schiebe. Folge ich jedoch dem Beispiel Jesu, dann halte ich inne. Selbst
wenn die Wäsche und das Geschirr sich immer höher stapeln, die Rechnungen
bezahlt werden müssen und ich zu wenig Schlaf hatte –, nehme meine Kinder
in die Arme und schenke ihnen meine Liebe.
Vielleicht war es das, was meine Schwester mir sagen wollte: Wenn du
deine Kinder in die Arme nimmst, hast du sie nicht mehr vor den Füßen.
(Ida L. Ewing)
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Any truth is a part of the gospel of Jesus Christ - even if you must go to the heathen nations
to find it - (Brigham Young). Jede Wahrheit ist ein Bestandteil des Evangeliums Jesu Christi -
selbst wenn man zu den heidnischen Völkern gehen muss um sie zu finden.
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02-28-2009, 10:25 PM
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Das Urteil
Das Urteil
Es war einmal ein alter Mann, der besaß ein schönes, weisses Pferd.
Da, eines Morgens fand man es nicht mehr im Stall und die Leute
warfen ihm vor: „Wir haben gewusst, dass das Pferd gestohlen würde.
Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen!“ Der alte Mann antwortete:
„Geht nicht so weit, dass zu sagen. Alles was ist, ist: Das Pferd ist nicht
im Stall. Das ist Tatsache. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weiss
ich nicht, weil ich nicht weiss, was folgen wird.“
Die Leute lachten. Man wusste ja, dass er ein bisschen verrückt war.
Aber nach 15 Tagen kehrte das Pferd zurück. Es war nicht gestohlen
worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und stellt euch vor, es
brachte noch 12 wilde Pferde mit. Da gaben die Leute klein bei:
„Alter, du hattest recht, es hat sich tatsächlich als Segen erwiesen.“
Der aber entgegnete: „Wieder geht ihr zu weit. Alles was ist, ist:
Das Pferd ist zurück. Ihr lest nur ein einziges Wort in einem Satz –
wie könnt ihr das ganze Buch beurteilen?“
Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn; dieser begann die Wild-
pferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und
brach sich das Bein. Die Leute beklagten ihn: „Oh, welch ein Unglück.“
Der Alte indes entgegnete: „Ihr seid von Urteilen besessen. Alles was
ist, ist: Mein Sohn hat das Bein gebrochen. Niemand weiss, ob dies
ein Unglück ist oder ein Segen. Das Leben kommt in Augenblicken,
und mehr bekommt ihr nie zu sehen.“
Es ergab sich, dass das Land in einen Krieg verwickelt wurde. Alle
jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Frontdienst
eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er
sein Bein nicht gebrauchen konnte. Der ganze Ort war vom Weh-
geschrei erfüllt, und die Leute kamen zum alten Mann und sagten:
„Du hattest recht, es hat sich als Segen erwiesen.“ Der alte Mann
aber meint: „Ihr hört nicht auf zu urteilen. Alles was ist, ist: Man
hat eure Söhne in die Armee eingezogen, und mein Sohn wurde
nicht eingezogen...“
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02-28-2009, 10:37 PM
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Das Fenster
Das Fenster
Zwei Herren, beide ernsthaft erkrankt, belegten dasselbe Krankenzimmer.
Einer der Herren hatte die Erlaubnis, sich jeden Nachmittag für eine Stunde
aufzusetzen, damit die Flüssigkeit aus seiner Lunge abfließen konnte. Sein
Bett stand am einzigen Fenster des Raumes.
Der andere Herr musste die ganze Zeit flach auf dem Rücken liegen.
Und so unterhielten sich die beiden Männer stundenlang. Sie sprachen von
ihren Frauen und Familien, ihrer Heimat, ihren Jobs, ihrem Militärdienst und
wo sie im Urlaub waren.
Jeden Nachmittag, wenn der Herr im Bett am Fenster sich aufrecht hinsetzte,
ließ er die Zeit vergehen, indem er seinem Zimmernachbarn all die Dinge
beschrieb, die er draußen am Fenster sah. Der Herr im anderen Bett begann
aufzuleben in jeder dieser Stunden, wo seine Welt erweitert und belebt wurde
durch all die Geschehnisse und Farben der Welt dort draußen.
Das Fenster überblickte einen Park mit einem schnuckeligen See. Enten und
Schwäne schwammen auf dem Wasser, während Kinder ihre Modellboote
segeln ließen. Junge Verliebte bummelten Arm in Arm durch die unzähligen,
bunten Blumenbeete und eine schöne Aussicht auf die Silhouette der Stadt
lag am Horizont.
Wenn der Herr am Fenster all dies beschrieb mit allen kleinsten Details,
schloss der Herr auf der anderen Seite im Raum die Augen und stellte sich
die bildhaften Szenen vor.
An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine vorüber
ziehende Parade. Obwohl der andere Herr die Kapelle nicht hören konnte,
konnte er sie vor seinem geistigen Auge sehen, während der Herr am
Fenster sie mit anschaulichen Worten beschrieb.
Tage, Wochen und Monate vergingen. Eines Morgens, die Tagschwester
kam um Wasser für das Bad zu bringen, fand sie den leblosen Körper des
Herrn am Fenster, der friedvoll im Schlaf verstorben war. Sie war traurig
und rief die Bediensteten, um die Leiche wegbringen zu lassen.
Nach einer angemessenen Weile fragte der andere Herr, ob man ihn ans
Fenster verlegen könnte. Die Schwester war einverstanden mit dem Tausch
und nachdem sie sich vergewisserte, dass er sich wohlfühlt, ließ sie ihn
allein.
Langsam, schmerzvoll stützte er sich auf einen Ellenbogen um seinen ersten
Blick auf die echte Welt draußen zu richten. Er strengte sich an, sich langsam
zu drehen um aus dem Fenster am Bett zu gucken. Es zeigte auf eine leere
Wand.
Der Mann fragte die Schwester, was seinen verstorbenen Zimmernachbarn
veranlasst hatte, ihm so wundervolle Dinge von draussen vor dem Fenster
zu erzählen.
Die Schwester erwiderte, dass der Herr blind war und nicht einmal die Wand
sehen konnte. Sie sagte "Vielleicht wollte er Sie nur aufmuntern."
************************************************** ************
Es ist eine riesige Freude, andere glücklich zu machen, ungeachtet unserer
eigenen Situation.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, doch Freude, wenn geteilt, is doppelte Freude.
Wenn Du Dich reich fühlen möchtest, zähle all die Dinge, die man für Geld
nicht kaufen kann.
Heute ist ein Geschenk, deshalb nennt man es 'the present'.
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03-01-2009, 06:11 AM
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Der eine Fehler bei Frauen
Der eine Fehler bei Frauen
Als Gott dabei war die Frau zu erschaffen, war er schon bei
Seiner sechsten Überstunde. Ein Engel erschien und fragte:
"Warum verbringst du denn so viel Zeit damit???"
Gott antwortete: "Hast du das Datenblatt dazu gesehen??? Sie
muss komplett waschbar sein, aber kein Plastik, muss über 200
bewegliche Teile haben, die alle ersetzt werden können und ihr
Körper muss auch laufen, wenn sie sich nur mit Diätcola und
einem Tic Tac ernährt. Sie muss einen Schoß haben, auf dem
vier Kinder gleichzeitig sitzen können, sie muss einen Kuss
haben, der alles heilen kann - von einem aufgekratzten Knie bis
zu einem gebrochenen Herzen - und sie wird dies alles mit nur
zwei Händen machen."
Der Engel war über die Ansprüche erstaunt "Nur zwei Hände!?
Und das beim Standardmodell ??? Das ist zu viel Arbeit für einen
Tag. Warte bis morgen um sie fertig zu machen." "Das werde ich
nicht!" protestierte Gott. " Ich bin so nah dran, diese Kreation die
mir so ans Herz gewachsen ist zu fertigen. Sie kann sich bereits
selbst heilen UND kann 18 Stunden am Tag arbeiten."
Der Engel trat näher und berührte die Frau, "Aber du hast sie so
weich gemacht, Gott." "Sie ist weich" stimmte Gott zu, "aber ich
habe sie auch hart gemacht. Du hast keine Ahnung, was sie dulden
bzw. durchsetzen kann." "Wird sie denken können?", fragte der
Engel. Gott antwortete, "Sie wird nicht nur denken können, Sie
wird erörtern und verhandeln können .... besser als ein Mann."
Der Engel bemerkt etwas, streckt seine Hand aus, und berührt die
Wange der Frau. "Oops, es sieht aus, als hättest du eine undichte
Stelle in diesem Modell. Ich habe dir gleich gesagt, dass das alles
zu viel Arbeit für einen Tag ist.„ "Das ist keine undichte Stelle"
korrigierte Gott, "das ist eine Träne!" "Für was ist die Träne?"
fragte der Engel. Gott antwortete: "Die Träne ist eine Möglichkeit,
mit der sie ihre Freude, ihren Schmerz, ihre Enttäuschung, ihren
Kummer, ihre Liebe, ihre Einsamkeit, ihr Bekümmernis und ihren
Stolz ausdrücken kann."
Der Engel war beeindruckt: "Gott du bist ein Genie. Du hast an
Alles gedacht! Frauen sind wirklich erstaunlich." Ja, das sind sie
wirklich! Frauen haben Stärke um Männer zu erstaunen.
Sie ertragen Not und tragen Belastungen, aber sie halten immer
Freude, Liebe und Glück in sich. Sie lächeln, wenn sie schreien
möchten. Sie singen, wenn sie weinen möchten. Sie weinen, wenn
sie glücklich sind und lachen, wenn sie nervös sind. Sie kämpfen
für das, an das sie glauben. Sie stehen auf gegen Ungerechtigkeit.
Sie akzeptieren kein "Nein" wenn sie denken, dass es eine bessere
Antwort gibt. Sie gehen zum Doktor mit einem ängstlichen Freund.
Sie lieben ohne Vorbehalt.
Sie weinen, wenn ihre Kinder hervorragende Leistungen erbringen
und jubeln, wenn ihre Freunde Auszeichnungen bekommen. Sie
freuen sich, wenn sie von einer Geburt oder einer Hochzeit hören.
Ihre Herzen brechen, wenn ein Freund stirbt. Sie sind bekümmert
über den Verlust eines Familienmitgliedes. Sie sind stark, auch
wenn sie denken, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Sie wissen,
dass ein Kuss und eine Umarmung ein gebrochenes Herz heilen
können.
Frauen gibt es in allen Formen, Größen und Farben. Sie würden
zu Dir fahren, fliegen, laufen oder rennen, nur um zu zeigen, wie
sehr sie sich um dich kümmern. Das Herz einer Frau ist es, was die
Welt zu einem schönen Ort macht. Sie bringen Freude, Liebe und
Hoffnung. Sie haben Mitgefühl und Ideale. Sie geben ihren
Freunden und ihrer Familie moralischen Beistand. Frauen haben
wichtige Dinge zu sagen und geben ALLES!!!
Wie auch immer ... wenn es einen Fehler bei Frauen gibt,
ist es der, dass sie vergessen was sie wert sind.
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03-01-2009, 06:13 AM
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Der Rosengarten
Der Rosengarten
„Mike“, rief Vati. „Du musst los zur Schule!“ Mike ging
langsam die Treppe hinunter, wo Vati auf ihn wartete. „Muss ich
gehen?“, fragte Mike. „Kann ich nicht bis morgen warten?“ Vati
schüttelte den Kopf. „Du hast schon zu lange gewartet. Ich kann
dich ja verstehen, aber du musst in der Schule wieder aufholen.“
„Frau Peters hat mir doch etwas zum Lernen geschickt“, sagte
Mike. Vati seufzte und gab Mike einen Pullover. „Heute gehe
ich wieder zur Arbeit – und du gehst wieder in die Schule.“
Mike spürte, wie ihm die Tränen kamen. Ganz bestimmt würde
er nicht wieder weinen! „Ohne Mama ist es so schwer.“ Vati
kniete sich hin und umarmte Mike. „Ich weiß.“ Mike sah den
Schmerz in Vatis Augen.
Als Mike zur Tür hinausging, sah er Mamas wunderschönen
Rosengarten. Aber er war nicht mehr schön. Überall wuchs
Unkraut. Er seufzte. Würde je etwas wieder so sein wie früher?
Die Schule war so wie immer – laute Kinder, die rannten und
redeten. Mike schleppte sich in sein Klassenzimmer, das der
dritten Klasse. Sam, sein bester Freund, winkte ihm zu. Mike
versuchte zu lächeln, aber es ging nicht. Er atmete wieder tief
durch und versuchte, nicht zu weinen.
Frau Petersen begann mit dem Unterricht. Mike hörte sie zwar
reden, aber sein Blick wanderte nach draußen. Die Sonne schien.
„Wie kann die Welt so freundlich aussehen, wo doch Mama
gestorben ist?“, fragte er sich. Eine Träne rann über sein
Gesicht. „Schau, Mike weint!“, rief Bill, der ihm gegenüber saß.
Mike stand ohne zu überlegen auf und stürzte auf den Gang
hinaus. Nie wieder wollte er in die Schule gehen! Er stieß die
große Schultür auf und rannte nach Hause – es waren nur fünf
Häuserblocks. Ohne Pullover war ihm kalt.
Er lief in sein Zimmer und holte eine Jacke, dann setzte er sich
im Garten auf seine Schaukel. Er schaukelte vor und zurück und
starrte auf den Boden. Er dachte, dass er zu Oma gehen könnte,
aber auch sie war jetzt traurig. Früher hatte sie viel gelacht, sie
war zum Bowling gegangen und hatte Kekse gebacken. Er fragte
sich, ob sie auch wieder zur Arbeit gegangen war.
Mike schaukelte noch höher. Vielleicht, so dachte er, würde er
von der Schaukel fallen und sterben. Dann käme er in den
Himmel zu Mama. Wie das Säuseln des Windes in den Bäumen
hörte er die Worte: „Dann hätten dich Vati und Oma nicht mehr.
Möchtest du Vati allein lassen?“ Er bremste die Schaukel, indem
er die Füße auf den Boden stemmte. Wer hatte das gesagt? War
es Mama, die zu ihm vom Himmel sprach? Er sah sich um, aber
er hörte nur die Blätter, die im Wind raschelten. Mike schaute
durch die Bäume zum blauen Himmel hinauf. „Mama fehlt mir
so! Bitte, Himmlischer Vater, hilf mir!“ Die Tränen kamen
schon wieder.
Da hatte er plötzlich das Bedürfnis, in Mamas Rosengarten zu
gehen. Er stand da und schaute auf die armen Rosensträuche, die
kein Wasser hatten und von so viel Unkraut umgeben waren.
Mama würde das sicher nicht gefallen! Er kniete nieder und
begann, am Unkraut zu ziehen und es auszureißen. Dann holte er
den Gartenschlauch und goss die Sträucher, bei denen er gejätet
hatte. Bald würde es Frühling werden, und die Rosen würden
leuchtend rot, gelb und rosa blühen. Er fragte sich, ob Mama sie
vom Himmel aus sehen konnte.
Irgendwie fühlte er sich ihr näher, als er so in ihrem Garten
arbeitete. Er hörte Vatis Auto die Einfahrt heraufbrummen. Vati
sprang aus dem Auto, rannte zu Mike und umarmte ihn. „Die
Schule hat mich angerufen.“ „Morgen werde ich wieder
hingehen“, versprach Mike. „Vati, schau die Rosensträucher an.“
„Mama wäre stolz darauf“, sagte Vati. „Ich ziehe mich nur
schnell um, und dann können wir gemeinsam arbeiten.“ Als
Mike neben Vati das Unkraut jätete, dachte er daran, wie die
Rosen blühen würden. Fast konnte er ihren Duft riechen. Er
beschloss, dass er Oma dann ein paar Rosen bringen würde,
wenn sie erst einmal blühten.
Mike schaute auf und sah Sam und Bill. Die beiden Jungen
schauten auf das Unkraut. „Können wir dir helfen?“, fragte Sam.
Mike nickte. Ganz langsam breitete sich ein Lächeln auf seinem
Gesicht aus.
PAT WAYNE
Nach einer wahren Begebenheit aus dem Leben des Verfassers
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03-01-2009, 06:21 AM
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Der Football-Spieler
Der Football-Spieler
Ein junger Mann spielte seit 4 Jahren als Verteidiger in einem Footballteam.
Er war zwar gut qualifiziert, aber nicht gut genug, um als hervorragender
Spieler aufzufallen. Er spielte gerade gut genug um in dieser Mannschaft
mitspielen zu dürfen.
In einem Jahr spielte die Mannschaft aber so gut, dass sie sich für die große
Meisterschaft der besten zehn qualifiziert hatte. Dann war es soweit. Das
letzte Spiel um den Titel sollte am kommenden Samstag statt finden. Es war
Montag und die Mannschaft befand sich gerade beim Training und zeigte viel
Begeisterung für das kommende Spiel.
Der Trainer wurde gerufen und es wurde ihm ein Telegramm überbracht,
für diesen jungen Spieler. Es besagte, dass sein Vater, der sein einziger
Verwandter war, unerwartet gestorben sei. Der Trainer rief den Jungen zu
sich und gab ihm das Telegramm mit der Nachricht.
„Sohn“, sagte er, „ich weiß, dass Du für die Beerdigung nach Hause fahren
wirst und ich will nicht, dass du dir Sorgen über das Training während dieser
Woche machst oder gar über das Spiel. Ich verstehe es vollkommen, wenn
Du nicht zum Spiel am Samstag kommst.“
„Trainer“, antwortete der Junge, „ich werde hier sein für das Spiel. Ich werde
nach Hause fahren, aber ich werde am Samstag wieder zurück sein.“
Der Samstag kam und in 2 Stunden sollte das Spiel beginnen. Bis jetzt war
der Junge noch nicht aufgetaucht. Aber als er plötzlich in den Umkleideraum
gestürmt kam, war der Trainer nicht sonderlich überrascht. Er zog sich schnell
um, kam zum Trainer und fragte ihn, ob er das Spiel starten dürfe und erklärte
ihm, wie viel ihm das Spiel bedeutete. Der Trainer war sehr überrascht, da er
ahnte wie durchwühlt und müde er von der Reise sein musste. Er fragte sich,
ob es klug wäre ihm die wichtigste Position zu geben, da es doch das wichtigste
Spiel war. Als er aber etwas darüber nachdachte, und sah wie viel es für den
Jungen bedeutete, willigte er ein und erklärte ihm den ersten Spielplan.
Er überlegte sich, dass der Junge zu Beginn des Spieles nicht allzu viel kaputt
machen kann und er ihn sonst immer noch auswechseln konnte. Das Spiel
begann und der Trainer war begeistert vom guten Start. Nach einer schon
spannenden Spielzeit geschah es. Beim 4. Down und einer Wurfsituation.
Nachdem die andere Mannschaft den Ball hatte, stand die Verteidigung im
Feld und darunter auch der Junge. Es ist schwer zu sagen, wer an dem
Nachmittag am meisten überrascht war, der Trainer, die Fans oder die Spieler.
Der junge Mann spielte ein gutes Spiel. Er war fast in jedem Spiel und jeder
Situation dabei und machte viele bemerkenswerte Züge. jedes Mal, wenn die
Mannschaft in der Verteidigungsposition war, schickte der Trainer ihn ins Feld
und jedes Mal spielte er ein verblüffendes Spiel. Er hatte nie in seinem Leben
vorher so gut Football gespielt. Der Trainer war wirklich sehr überrascht. Er
stand am Feldrand und schaute dem Wunder zu, konnte aber kaum glauben,
was er sah.
Die Mannschaft gewann und der junge Mann hatte eine große Rolle dabei
gespielt. als die Menge das Stadium verlassen hatte und die Mannschaften
langsam die Umkleideräume verließen, rief der Trainer den Jungen zu sich.
„Sohn“, begann er, „das war das spektakulärste Beispiel von perfekten
Football, dass ich je gesehen habe. Ich glaube, wir wissen beide, dass du in
den 4 Jahren nie so ein gutes Spiel gespielt hast. Nun muss ich dich einfach
fragen, warum das heute so war.“
„Trainer, erinnerst du dich wie ich einmal meinen Vater zu einem Training
mitgebracht habe um ihn euch vorzustellen?“ „Ja, das tue ich!“ „Dann wirst
du dich auch daran erinnern, dass mein Vater blind war. Trainer, heute war
es das erste Mal, dass mein Vater mich spielen sehen konnte.“
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Any truth is a part of the gospel of Jesus Christ - even if you must go to the heathen nations
to find it - (Brigham Young). Jede Wahrheit ist ein Bestandteil des Evangeliums Jesu Christi -
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03-01-2009, 03:08 PM
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Danke
DANKE
Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
(Paulo Coelho)
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03-01-2009, 03:14 PM
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Der Mann uns sein Pferd
Der Mann uns sein Pferd
Ein Mann ritt auf seinem Pferd eine Straße entlang. Er genoß die Aussicht
und plötzlich wurde ihm bewußt, daß er gestorben war. Er erinnerte sich
an seinen Tod und daß sein Pferd schon viele Jahre vorher gestorben war
und fragte sich, wohin ihn die Straße wohl führen möge.
Nach einer Weile kam er an eine hohe weiße Mauer, die längs der Straße
verlief. Sie sah aus, wie feinster Marmor. Auf dem Hügel schimmerte im
Sonnenlicht eine großer Torbogen. Als er davorstand erblickte er in dem
Torbogen ein prachtvolles Tor, das aussah wie aus Perlmutt, und die Straße
die zum Tor führte, sah aus wie pures Gold. Er und sein Pferd ritten auf
das Tor zu und als sie sich näherten erkannten sie auf einer Seite einen
Mann am Schalter sitzen.
Als er nahe genug heran war, fragte der Reiter: „Entschuldigen Sie bitte,
wo sind wir?“ “Dies ist der Himmel, mein Herr,” antwortete der Mann.
“Wow, wäre es wohl möglich etwas Wasser zu bekommen?” fragte der
Reiter. “Natürlich, mein Herr, kommen Sie einfach herein und ich bringe
ihnen sofort ein Glas Wasser mit Eisstücken darin.” Der Mann am Schalter
machte eine Handbewegung und das Tor begann sich zu öffnen.
Der Reiter zeigte auf sein Pferd und fragte: “Darf mein Freund auch
hereinkommen?“ Doch der Mann am Schalter sagte: „Es tut mir leid,
aber Tiere dürfen hier nicht herein.“
Der Reiter überlegte einen kurzen Moment und dann kehrte er um auf
die Straße und ritt seines Weges. Nach einem langen Ritt und auf einem
anderen großen Hügel, kam er an einen schmutzigen Weg, der zum Gatter
einer Farm führte, das aussah, als ob es noch nie verschlossen gewesen
wäre. Es gab auch keinen Zaun und als er allmählich das Gatter erreichte,
sah er einen Mann, der an einem Baum lehnte und ein Buch las.
“Entschuldigen Sie bitte!” rief er dem Leser zu: “Haben sie etwas Wasser?”
“Klar doch, da hinter dem Baum ist eine Pumpe” Der Leser wies auf eine
Stelle, die man vom Gatter aus nicht einsehen konnte: “Kommen sie ruhig
herein.” “Was ist mit meinem Freund hier?” fragte der Reiter und zeigte
auf sein Pferd. “Da müßte ein Eimer bei der Pumpe sein.”
Sie schritten durch das Gatter und da war wirklich eine altmodische
Pumpe mit einem Eimer daneben. Der Reiter füllte den Trog und nahm
einen großen Schluck und dann gab er dem Pferd etwas. Als sie ihren
Durst gelöscht hatten, gingen sie rüber zu dem Mann, der am Baum
auf sie wartete.
“Wie nennt ihr diesen Ort?” fragte der Reiter. “Dies hier ist der Himmel,”
war die Antwort. “Das ist aber ganz schön verwirrend,” sagte der Reiter.
“Der Mann da hinten, die Strasse runter, sagte ebenfalls, daß da der
Himmel sei.” “Ach, du meinst den Ort mit den goldenen Straßen und dem
Tor aus Perlmutt? Nein, das ist die Hölle.” “Ärgert es euch nicht, daß die
so einfach euren Namen mißbrauchen?” “Nein, aber ich kann verstehen,
daß du das so siehst, aber wir sind eigentlich ganz froh darüber, denn
dadurch filtern sie die Leute aus, die ihre besten Freunde im Stich lassen.”
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03-01-2009, 03:16 PM
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Der Gartenzaun
Der Gartenzaun
Es war einmal ein Junge, der einen schlechten Charakter hatte. Sein Vater
gab ihm einen Sack voll Nägel und sagte ihm, er müsse jedes Mal, wenn
er die Geduld mit jemandem verliert, einen Nagel in den Gartenzaun
schlagen.
Am ersten Tag schlug der Junge 37 Nägel in den Gartenzaun. In den
folgenden Wochen lernte er, sich zu beherrschen. Die Anzahl der Nägel
im Gartenzaun wurde immer weniger. Er hatte herausgefunden, dass
Nägel zu schlagen mühsamer ist als sich zu beherrschen.
Endlich kam der Tag an dem der Junge keinen Nagel mehr schlagen
musste. Also ging er zum Vater und sagte ihm das. Der Vater sagte ihm
also, er solle jeden Tag einen Nagel aus dem Gartenzaun herausreißen,
wenn er sich beherrscht. Endlich konnte der Junge dem Vater sagen,
dass er alle Nägel aus dem Gartenzaun herausgezogen hatte.
Der Vater brachte den Jungen vor den Gartenzaun und sagte ihm:
"Mein Sohn, du hast dich gut benommen, doch schau dir den
Gartenzaun an. Er ist voller Löcher. Der Gartenzaun wird nie mehr
so sein wie früher. Wenn du mit jemandem streitest und du sagst
ihm was Böses, dann lässt du ihm eine Wunde wie diese hier.
Du kannst ein Messer in einen Menschen stecken, und du kannst es
nachher herausnehmen, die Wunde bleibt. Es macht nichts aus wie
oft du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben. Eine verbale Wunde,
ist gleich schmerzhaft wie eine körperliche Wunde.
Die Freunde sind rare Juwelen, sie bringen dich zum Lachen und sie
geben dir Mut. Sie sind bereit dir zuzuhören, wenn du sie brauchst,
sie unterstützen dich und sie öffnen ihr Herz."
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